luckycloud - Der Cloud-Speicher für ein freies und sicheres Internet

Überwachung und Fremdbestimmung über die eigenen Daten? Das ist oftmals Realität - nicht aber bei luckycloud. Schon seit 2007 tüftelt Gründer Luc Mader an einer Lösung, die für einen sicheren Daten- und Gedankenaustausch im Internet sorgen soll. Aus einem persönlichen Projekt, von dem zunächst Freunde und Kommilitonen profitierten, wurde ein eigenes - und erfolgreiches - Unternehmen.  Welche Faktoren den Erfolg von luckycloud ausmachen, warum sich das Start-up klar von kostenlosen Diensten anderer Unternehmen abgrenzt und welche Gründer-Tipps Luc für euch hat, erfahrt ihr im Interview. 

Luc, erkläre euer Geschäftsmodell doch einmal in zwei kurzen Sätzen!

luckycloud bietet die Möglichkeit, essentielle IT-Dienste wie eine sichere Daten-Cloud und eine Kommunikations-Plattform auf Basis der besten verfügbaren Open-Source-Software zu nutzen. Und das unter einer einheitlichen, nutzerfreundlichen und ansprechenden Oberfläche. luckycloud ist also eine verschlüsselte Enterprise-File-Hosting- und Kommunikations-Plattform für höchste Ansprüche an Sicherheit, Performance und Zuverlässigkeit. Die leistungsstarke Datei- und Ordnersynchronisation verbindet plattformübergreifend alle Geräte miteinander.

Wir haben euch das erste Mal vor einem Jahr auf der StartupCon getroffen.
Was ist seitdem bei Euch alles passiert?

Es ist unglaublich, welche Entwicklung wir in gerade mal einem Jahr geschafft haben. Die Zahl unserer aktiven Kunden ist rasant angestiegen, daher konnten wir auch mehrere neue Mitarbeiter im Bereich Serveradministration und Web-Development einstellen. Da wir in unserem alten Büro schnell an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen sind, haben wir im selben Zug direkt einen eignen Coworkingspace im Herzen von Kreuzberg gegründet, wo spannende Synergieeffekte mit anderen Startups entstehen. Auch bei unserem Online-Service hat sich einiges getan: wir haben unsere Webseite redesigned und unsere Services relaunched. Da wir vor allem das Feedback unserer Kunden direkt einfließen lassen konnten, haben wir mittlerweile einen sehr zufriedenen und treuen Kundenstamm. Finanziell sind wir durch den Eintritt zweier stiller Investoren solide aufgestellt. Da wir jetzt schon profitabel arbeiten, können wir durch dieses joint venture vor allem durch den Austausch an Expertise und eine Steigerung der Lernkurve im Enterprise Kundengeschäft profitieren. Wir freuen uns außerdem sehr darüber, dass wir gerade erst zum besten Cloud-Speicher unter 32 internationalen Anbietern ausgewählt worden sind. Das ist wirklich eine tolle Bestätigung für unsere harte Arbeit der letzten Zeit.

Ihr habt eine rasante Entwicklung genommen. Wie erklärt ihr euch diesen Erfolg und was war dafür entscheidend?

Entscheidend für unseren Erfolg ist das Datenschutzkonzept, welches hinter luckycloud steckt. Dieses ermöglicht es unseren Kunden nicht nur die Hoheit über die eigenen Daten juristisch zu sichern, sondern jetzt auch kryptographisch zu gewährleisten, welches einen zeitgemäßen Datenschutz überhaupt erst ausmacht und ermöglicht. Unsere Kunden können ihre Daten so ablegen, dass sie selbst für unsere Administratoren nicht einsehbar sind, denn wir sollten unsere Daten niemandem anvertrauen im guten Glauben, dass sich das entsprechende Unternehmen schon an die geltenden Gesetze halten wird. luckycloud verfolgt im übertragenen Sinne einen "Clean-Eating-Ansatz" - ohne jegliche Zusätze! Das bedeutet, dass wir uns zu 100% auf unser Kerngeschäft konzentrieren. Denn eines haben fast alle bekannten Anbieter wie Dropbox, Google Drive, Microsoft OneDrive, der Cloud Speicher von Strato oder der Deutschen Telekom etc. gemeinsam: sie sind für den Kunden eine intransparente Blackbox, der man einfach blind vertrauen muss! Sicherheitslücken bleiben so oft lange Zeit unbemerkt und werden erst nach folgenreichen Datenleaks geschlossen. Bietet dir also ein kommerzielles Unternehmen einen „kostenlosen“ Dienst an, dann bist du nicht der Kunde, sondern das Produkt.

Was sind die nächsten Ziele und wo seht ihr euch in 12 Monaten von heute?

Wir wollen bis Ende 2018 unseren Marktanteil deutlich ausbauen. Unser Ziel ist eine mittlere sechsstellige Kundenanzahl. Gleichzeitig wollen wir die bestehenden Dienste noch verbessern und einige neue Features sind auch in schon der Pipeline. Durch die Zusammenarbeit mit politischen Organisationen wie beispielsweise Polis180 e.V oder dem Institut für den öffentlichen Sektor e.V. wollen wir den Markteintritt auch an Bildungseinrichtungen und in der Verwaltung für öffentliche Einrichtungen vorbereiten. Das Verbesserungspotential ist enorm groß, da die Digitalisierung in diesem Bereich noch nicht überall Einzug erhalten hat. Hier wollen wir als innovatives Start-up mit Lösungen für den smarten Staat von morgen mitwirken.

Welchen Rat kannst du angehenden Gründern und Start-ups mit auf den Weg geben?

Ich kann nur jedem Gründer empfehlen, den Mut zu haben, eigene Wege zu gehen und vor allem an sich und seine Fähigkeiten zu glauben. Die Angst davor Fehler zu machen und zu "versagen" ist einer der häufigsten Gründe, eine coole Idee zu verwerfen. Die meisten Probleme, die sich einem in den Weg stellen, sind gar nicht so kompliziert - das "Monster" wird kleiner sobald man sich ihm nähert. Und noch was: nicht viel "rumlabern" und keine Zeit mit awkward Motivations-Events und seltsamen Investoren-Meetups verschwenden, sondern hinsetzen und was Arbeiten.

Ihr wollt eure Daten in Zukunft auch ablegen und mit Freunden oder Arbeitskollegen austauschen? Dann schaut auf luckycloud vorbei und informiert euch. Vielen Dank an Luc für das spannende Interview!