Speed Drink - Die Bestell-App

Das Bestellen und Bezahlen im Restaurant ist oftmals mit langen Wartezeiten verbunden. Da wäre es doch schön, wenn man seine Bestellung heutzutage einfach per Smartphone tätigen und anschließend auch so bezahlen könnte. Was einige Gastronomen bereits alleine versucht haben, möchte Tobias Urban nun für alle anbieten. Er gründete Speed Drink, ein Start-up, dass es Kunden, (System-)Gastronomen und Diskotheken ermöglicht, alle Bestellungen und Zahlungen digital abzuwickeln. Wie genau seine App funktioniert und was seine Ziele sind verrät Tobias uns im Interview.

Tobias, mit der Speed Drink App kann man ab sofort per Smartphone im Restaurant, in der Diskothek oder in Systemgastronomien seine Getränke oder sein Essen bestellen. Wie genau funktioniert das?
Das Konzept funktioniert sehr einfach: Der Kunde scannt den QR-Code mit der App ein und es öffnet sich sofort die entsprechende Speisekarte. Der Gast kann seinen Speis und Trank ganz unkompliziert anwählen und bestellen. Im Anschluss kann die Rechnung auch gleich online oder ganz klassisch per Barzahlung beglichen werden. Zudem ist es möglich über die App Tische zu reservieren, sich vorab die Speisekarte eines Lokals anzuschauen und seine getätigten Bestellungen in Form von Rechnungen auf dem Smartphone einzusehen und zu speichern.

Man kann mit der App auch etwas zum Mitnehmen bestellen. Wenn man nicht an langen Schlangen warten möchte, kann man in der App von unterwegs aus seine Waren bestellen und bezahlen. Dies braucht dann lediglich abgeholt zu werden. Dazu öffnet man die App, sucht sich ein Lokal aus, wählt seine Bestellung und bezahlt es im Anschluss. Im Folgenden erhält der Kunde einen Abholcode, den er der Bedingung einfach nur noch vorzeigen muss.

Speed Drink findet Anwendung in der Service-Gastronomie, Systemgastronomie, Diskotheken, Hotels, Festivals und sogar in Kinos. 

Wie sieht euer Geschäftsmodell zu dieser Idee aus?
Die Gastronomen zahlen eine einmalige Einrichtungsgebühr – das System an sich bleibt kostenfrei. Zusätzlich nehmen wir pro Transaktion 10 Cent Provision.

Die Idee zu Speed Drink kam dir im Traum. Kannst du darüber etwas erzählen?
Ich habe tatsächlich eins zu eins geträumt, dass ich in einem Restaurant saß und die Bedienung einfach nicht kam. Ich hatte extremen Hunger und wollte einfach nur bestellen. Plötzlich hatte ich dann eine App auf meinem Telefon, mit der ich bestellt und bezahlt habe. Das hatte super funktioniert und da ich nach dem Traum noch alle Details wusste, habe ich die Idee dann einfach umgesetzt.

Wie nehmen Gastronomen eure Idee an?

Die Idee wird sehr gut angenommen. Wir haben viel gutes Feedback bekommen. Einige Gastronomen erzählten uns, dass sie bereits selber eine ähnliche Idee hatten, sie aber im Endeffekt nicht umsetzen konnten, weil Kapital oder Programmier-Kenntnisse gefehlt haben.

Wo könnten hier Herausforderungen bestehen?
Darüber haben wir uns ganz genau Gedanken gemacht. Unser nächster Schritt wird sein, die Anbindung ans Kassensystem der Gastronomen einzuführen. Das heißt, dass die App kein Ausgabegerät mehr braucht wie beispielsweise ein Tablet. Das war auch ein Anliegen der Gastronomen, damit man nicht auf zwei verschiedene Geräte schauen muss. Die größte Herausforderung ist aber, dass die App von den Nutzern nicht angenommen werden könnte. In unserer Testphase wurde die App sehr gut angenommen und die Leute sprechen über uns. Dennoch gibt es manche, die sich noch nicht „dran trauen“, weil es etwas völlig Neues für sie ist.

Wie sind die Bezahlmöglichkeiten in der App?
Man kann bar, per Lastschrift – also mit Sofortüberweisung - , per Kreditkarte Visa- oder Masterkarte und Paypal bezahlen. Die Zahlung wird von unserem externen Zahlungsdienstleister abgewickelt. Der Gast hinterlegt in der App seine Zahlungsdaten, die alle verschlüsselt und gesichert sind und kann schließlich selbst entscheiden, wie er genau zahlen möchte. Wir überlegen, auch weitere Zahlungsmethoden zukünftig anzubieten.

Wie wollt ihr es schaffen, eure App auf dem Markt bekannt zu machen?
Natürlich durch ganz ganz viel Werbung. Wir werden überwiegend in den Sozialen Medien aktiv sein. Vor ein paar Tagen haben wir eine Einladung einer TV-Produktionsfirma bekommen, Gast in einer ihrer Shows zu sein. Die waren sehr begeistert von uns und durch sowas erhoffen wir uns natürlich, mehr User zu bekommen.

Stichwort Finanzierung: Ihr habt euch zunächst selbst finanziert und vor kurzem eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Wonach seid ihr finanziell auch zukünftig auf der Suche?
Ich höre mir gerne alles an, was irgendwie für uns von Nutzen sein kann. Wir suchen also definitiv nach Investoren, da werden wir in nächster Zeit auch aktiv für unterwegs sein. Wenn sich ansonsten Kooperationspartner finden, die auch wirklich zu uns passen und mit denen es harmoniert, dann nehmen wir auch gerne hier Vorschläge an.

Was sind die nächsten Meilensteine bei Speed Drink?
Wie gesagt wollen wir ja das System an herkömmliche Kassensysteme anbinden können, damit kein externes Ausgabegerät mehr gebraucht wird. Danach werden wir die App natürlich stetig weiterentwickeln. Wir werden uns Empfehlungen von unseren Gastronomen einholen, Wünsche von unseren Usern anhören – hier wollen wir eine entsprechende Box einrichten, in der man Verbesserungsvorschläge machen kann.

Möchtet ihr in Zukunft auch per Smartphone bestellen und bezahlen? Dann ladet euch die Speed Drink App herunter und probiert es aus. Wir danken Tobias für das interessante Interview und wünschen dem gesamten Team noch viel Erfolg!