Sponsoo – Europas größter Marktplatz für Sport-Sponsoring

Der kleine Bäcker von nebenan oder doch lieber Thyssen Krupp? Wenn es darum geht, im Sport den passenden Sponsor zu finden, ist man bei Sponsoo goldrichtig. Das 2014 gegründete Start-up aus Hamburg vermittelt auf seiner Plattform mittlerweile über 7.000 Sportler, Vereine und Sportevents an Sponsoren. Das Portfolio ist groß – namhafte Sportler, Vereine und Sponsoren haben sich bereits auf Sponsoo.de registriert. Wie die Gründer es schaffen, ein „perfektes Match“ zwischen Sportler und Sponsor zu generieren und warum Sport-Sponsoring vor allem in bisher unbekannten Nischen großes Potential aufweist, erklärt uns Mitgründer Andreas Kitzing im Interview.

Andreas, was ist Sponsoo?

Wir sind Europas größter Marktplatz für Sport-Sponsoring. Auf Sponsoo.de können sich Sportler, Vereine, Verbände und Sportevents ein Profil anlegen und sich Sponsoren präsentieren. Wir sammeln ganz viele sponsoren-relevante Daten, sodass wir für die Sponsoren aus mittlerweile über 7.000 Sportlern und Vereinen genau die passenden heraussuchen können, die perfekt zu ihren Marketingzielen passen. Das Geschäftsmodell dahinter ist relativ simpel: für jedes vermittelte Sponsoring berechnen wir eine Provision von 20%, ansonsten ist unser Angebot für Sportler und Vereine kostenlos.

Ihr sagt, dass ihr Europas größter Marktplatz für Sport-Sponsoring seid: Wie haben sich eure Nutzerzahlen seit der Gründung im Jahr 2014 entwickelt?

Unsere Größe machen wir tatsächlich an der Nutzerzahl beziehungsweise an der Größe unseres Portfolios fest. Bei uns sind die meisten Sportler und Vereine angemeldet. Mittlerweile sind das über 7.000 – das ist mehr als irgendwo anders.

Wie schafft ihr es, euch von der Konkurrenz abzusetzen?

Ein erster USP ergibt sich daraus, dass wir der Größte Anbieter derzeit sind. Nur viele Nutzer zu haben ist für sich gesehen ja zunächst kein Alleinstellungsmerkmal. Aber wir bieten dem Nutzer eine viel größere Auswahl als vergleichbare Anbieter. Der zweite USP ist, dass wir deutlich datengestützter vorgehen als alle anderen Anbieter am Markt, vor allem im Vergleich zu klassischen Vermarktern. Während klassische Vermarkter alles auf persönlicher Basis machen, arbeiten wir auf Datenbasis. Wir quantifizieren den Bedarf und das Angebot und bringen dies dann zusammen. Der dritte USP ergibt sich dadurch, dass wir nicht exklusiv für die Sportler und Vereine unterwegs sind, sondern ein Zusatzgeschäft generieren. Somit stehen wir nicht in der Verpflichtung, unbedingt für den einen Verein etwas liefern zu müssen. Dadurch können wir die Sponsoren wesentlich unabhängiger, neutraler und objektiver beraten.

Welche bekannten oder namhaften Sportler, Vereine und Sponsoren konntet ihr bereits von eurer Plattform überzeugen?

Wir haben ganz viele bekannte Sportler. Während der Olympischen Spiele haben wir den Medaillenspiegel getrackt und unsere Sportler haben es mit ihren Erfolgen in die Top 20 geschafft – noch vor Kasachstan! Mit dabei sind unter anderem Kristina Vogel, für die wir auch schon einige Sponsorings vermittelt haben und die bereits in London und in Rio de Janeiro Olympiasiegerin im Bahnradfahren geworden ist. Zudem haben wir die Sportfreunde Lotte, die letztes Jahr ins DFB Pokal-Viertelfinale gekommen sind und Dortmund und Leverkusen rausgeschmissen haben. Auch bekannte E-Sportler sind auf unserer Plattform vertreten oder Großverbände wie der Deutsche Golfverband. Auf Sponsorenseite haben wir alles dabei. Von der kleinen Bäckerei von nebenan bis hin zu großen Unternehmen wie Thyssen Krupp, der Sparkasse oder Red Bull.

Wie bringt ihr eure Idee an den Mann?

Bei Sportlern und Vereinen müssen wir da gar nicht viel machen. Das spricht sich mehr oder weniger von alleine herum. Wir geben aktuell auch keinen Euro dafür aus, weitere Sportler oder Vereine auf die Plattform zu bekommen. Auf Sponsorenseite nutzen wir unterschiedliche Kanäle. Wir gehen für größere Sponsoren beispielsweise über unser Netzwerk. Die renommierte Agentur JungvonMatt/sports ist zum Beispiel einer unserer Gesellschafter. Die sind natürlich extrem gut vernetzt in Deutschland. Wir haben auch einen ehemaligen Mitarbeiter von Red Bull und ein ehemaliges Aufsichtsratmitglied des St. Pauli in unserem Beirat sitzen. Kleine und mittelgroße Sponsoren gewinnen wir vor allem über die organische und bezahlte Google-Suche.

Vor einem Jahr habt ihr die letzte Finanzierungsrunde abgeschlossen, und konntet dafür vier Business Angels an Bord holen. Seid ihr weiterhin auf der Suche nach finanziellen Unterstützern oder frischem Kapital?

Wir sind gerade dabei, eine neue Finanzierungsrunde aufzunehmen. Einige Gespräche sind auch schon weiter fortgeschritten. Wir sind dennoch weiterhin auf der Suche nach neuen Partnern.

Andreas, in einer Pressemitteilung sagtest du, dass Sponsoring „auch abseits klassischer Formate in Bundesliga und TV wertvoll für Marketing und Unternehmenskommunikation“ sein kann. Inwiefern ist dies der Fall?

Zunächst einmal habe ich natürlich nichts gegen die Bundesliga oder gegen Sponsoring von TV-relevanten Sportlern und Vereinen. Das kann definitiv auch die richtige Werbeform sein und das können wir im Zweifelsfall auch vermitteln. Es geht aber abseits der großen und teuren Rechte extrem viele spannende Sponsoring-Rechte die viel zielgerichteter die Zielgruppe und generelle Ziele von Unternehmen erreichen können, als wenn man immer nur das gleiche bucht. Momentan schauen die meisten nur auf die erste und zweite Bundesliga und alles andere, das vielleicht sogar besser für die Zielgruppe wäre, wird übersehen. Der E-Sport ist zum Beispiel eine solche Nische.

Andreas, wie wichtig ist die Sport?

Sport ist für mich persönlich sehr wichtig. Ich mache sehr viel und – passend zu unserer Plattform – sehr unterschiedlichen Sport. Ich bin leider in nichts richtig gut (lacht), probiere aber super gerne neue Dinge aus. Ich habe zum Beispiel sehr lange Fußball und Tennis im Verein gespielt, aber auch andere Sportarten im Verein ausgeübt wie Snowboarden, Beachvolleyball, Taekwon-Do oder Golf. Ich habe zudem mal beim HSV im Profibereich gearbeitet. Ich habe also einen relativ breiten Einblick in die Sport-Welt bekommen und mitbekommen, wie chaotisch das Thema Sponsoring behandelt wird, und zwar auf beiden Seiten. Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass extrem viele Sponsoren ein großes Interesse auch an unprofessionellen Sportlern haben. Wir haben beispielsweise mit unserer Fußballmannschaft, die in der dritten Freizeitliga gespielt hat, einen Sponsor gefunden. Das war quasi unser Proof of Concept, dass auch ganz kleine Vereine Sponsoren finden können, wenn man sich anstrengt. Das gab uns die Motivation, das Sponsoring einfacher zu gestalten, die Transaktionskosten zu verringern, es besser messbar und umsetzbarer zu machen, und somit vielen Vereinen und Sportlern ermöglichen, einen Sponsor zu finden.

Vielen Dank an Andreas für das interessante Interview! Wollt ihr auch den passenden Sponsor finden? Dann schaut auf Sponsoo vorbei und registriert euch. Wir wünschen dem gesamten es besser messbar und umsetzbarer zu machen, en Team weiterhin viel Erfolg!